Terminkalender
Frauenorchester Projekt (FOP) Berlin
Von den Ozeanen zur Nachtigall – Klangwelten weiblicher Perspektive
Berlin, 20.–22. Februar 2026
Werkstatt-Präsentation: Sonntag, 22. Februar 2026, 12.00 Uhr
Ort: Astrid-Lindgren-Bühne, FEZ Berlin
Programm
Luise Adolpha Le Beau Sinfonie F-Dur, op. 44 (1894)
Lucrecia Kasilag Philippine Scenes (1974)
Vivienne Olive The Tears of the Nightingale (2018/25)
María Huld Markan Sigfúsdóttir Oceans (2018)
Ethel Smyth Ouvertüre zu „Fantasio“ (1898)
Seit nunmehr 19 Jahren lädt das Frauenorchester Projekt (FOP) Berlin zu außergewöhnlichen Programmen und Entdeckungsreisen ein. Ende Februar ist es wieder so weit: 130 Jahre Orchestermusik aus weiblicher Hand stehen auf dem Programm. Unter dem Titel „Von den Ozeanen zur Nachtigall – Klangwelten weiblicher Perspektiven“ spannt das Projekt einen weiten Bogen von der Spätromantik bis in die unmittelbare Gegenwart – über Kontinente, Kulturen und Klangsprachen hinweg.
FOP 2026 hat wieder ein sehr vielfältiges Programm ausgewählt und kombiniert bislang unbekannte Werke von historischen Komponistinnen in den „klassischen“ Formen Opernouvertüre und Sinfonie mit zeitgenössischen Werken. Die Symphonie F-Dur von Luisa Adolpha Le Beau (1850-1927) und die Fantasio-Ouvertüre von Ethel Smyth (1858-1944) – beide Werke sind in den 1890er Jahre entstanden – zeigen auf, wie diese beiden Komponistinnen die jeweiligen Gattungskonventionen aufgefasst und im eigenen Stil bedient haben.
Kontrastierend dazu werden zwei zeitgenössische Werke, die sich mit der Natur und unserer Erde – auch mit den Auswirkungen des Klimawandels – beschäftigen. „Oceans“ der Isländerin María Huld Markan Sigfúsdóttir (*1980) und „The Tears of the Nightingale“ von Vivienne Olive (*1950) führen uns dazu, in unsere Umwelt hineinzuhören und sensibler auf diese einzugehen.
Als eine Art Verbindungselement zwischen diesen beiden Schwerpunkten dient das fünfte Werk im Programm: Mit „Philippine Scenes“ von Lucrecia Kasilag (1918-2008) spielt das Frauenorchesterprojekt 2026 ein Werk der in Europa kaum bekannten Doyenne der philippischen klassischen Moderne, das mit den drei kurzen Sätzen „Mountainside“, „Lullaby“ und „Festival“, den Bogen zwischen Landschaftsbeschreibung und menschlichem Tun schlägt.
Das Frauenorchester Projekt Berlin lädt Medienvertreter:innen ebenso wie Musikliebhaber:innen herzlich dazu ein, diese einzigartigen Werke zu entdecken und ein starkes Zeichen für die Vielfalt und Anerkennung weiblicher Musik im klassischen Repertoire zu setzen.
Über das Frauenorchester Projekt Berlin
Das Frauenorchester Projekt Berlin (FOP) wurde 2007 gegründet und setzt sich seitdem konsequent für die Aufführung und Wiederentdeckung großer Orchesterwerke von Komponistinnen ein. Unter der künstlerischen Leitung der Dirigentin Mary Ellen Kitchens erarbeiten die Musikerinnen Programme, die historische Werke der Vergessenheit entreißen und zeitgenössischen Komponistinnen eine Plattform bieten. In der öffentlichen Werkstatt-Präsentation machen sie die außergewöhnliche Vielfalt weiblichen Musikschaffens hörbar – und das mit großem Erfolg. Das inzwischen mit mehr als 80 Musikerinnen an allen Instrumenten groß besetzte Symphonieorchester setzt sich aus ambitionierten Laien und Berufsmusikerinnen zusammen.
www.frauenorchester.de
Wer die Ergebnisse des diesjährigen Projekts hören will, ist am Sonntag, den 22. Februar um 12.00 Uhr herzlich eingeladen einem Werkstattkonzert in der Landesmusikakademie Berlin im FEZ (Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin, Konzertsaal 2) zu lauschen.
Eintritt frei, Spende erbeten.
Pressekontakt:
Dr. Ulrike Keil